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Karin Dahse ist für viele die AWO Prignitz

Wer in der Region von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) spricht, der meint meistens auch Karin Dahse. Denn die heutige Pflegedienstleiterin gehört zu den Mitarbeitern der ersten Stunde. Am 1. Februar 1991 begann sie ihre Tätigkeit als Sozialarbeiterin bei diesem hier neu gegründeten Wohlfahrtsverband. Heute ist sie die Pflegedienstleiterin.
30 Jahre später fahren ihre Emotionen mit ihr Achterbahn, denn ihre Kolleginnen um Geschäftsführerin Heike Schulz haben sich einiges einfallen lassen. Überall im Raum sind Girlanden mit der 30 darauf zu finden, selbst die geschenkten Sektflaschen sind mit einer großen 30 versehen. Vorbereitet haben sie auch ein kleines Frühstück mit Kaffee, belegten Broten und Kuchen vom Bäcker in Baek. „Ich wusste schon, dass ich nunmehr seit 30 Jahren dabei bin“, sagt die so Überraschte. „Aber, dass meine Kolleginnen hier alles so schön vorbereiten, damit habe ich nicht gerechnet.“ Dabei zeigt Karin Dahse auf die Blumensträuße und Geschenke auf dem Tisch, an dem sonst Besprechungen stattfinden. „Aber es ist auch eine Würdigung, die ich verdient habe.“
So sieht es auch AWO-Geschäftsführerin Heike Schulz: „Für viele ist Karin Dahse die AWO, nicht die Geschäftsführerin oder ein anderer Mitarbeiter.“ Wer etwas in Sachen AWO wissen will, der fragt Karin Dahse. Das wissen alle, die sie im Laufe der 30 Jahre kennengelernt haben.
Als sie 1991 ihre Tätigkeit als Sozialarbeiterin aufnahm, da saß die Arbeiterwohlfahrt noch in der Perleberger Bäckerstraße 16. Im September 1993 erfolgte dann der Umzug in die Quitzower Straße, wo Karin Dahse sich von Beginn an um die Senioren gekümmert hat. Sie hat sich der Wohngeldanträge ebenso angenommen wie der Organisation von Fahrten. Schon damals sehr beliebt waren die Fahrten ins Blaue. Einmal sei sie als Hexe verkleidet bei einer Waldtour unterwegs in den Bus gestiegen. Es habe sie zunächst keiner erkannt. Der Krückstock von damals steht noch in ihrem Büro. „Überhaupt haben wir schöne Fahrten gemacht“, erinnert sich Karin Dahse. „Ob Vogelpark Walsrode, Nauen oder Lüneburg, es waren für die Senioren immer besondere Erlebnisse.“
Seit 1999 ist Karin Dahse nun als Pflegedienstleiterin bei der Prignitzer AWO tätig. „Wenn du das machst, dann musst du auch die Ausbildung machen“, habe man ihr damals gesagt. Und so war sie dann eine Woche in Potsdam zur Ausbildung und drei Wochen in der AWO-Geschäftsstelle.
Der Pflegebereich hat sich enorm entwickelt. Waren es zu Beginn vielleicht 30 Patienten, die der Pflegedienst der AWO betreute, so sind es heute über 300. Und Geschäftsführerin Heike Schulz macht auch kein Geheimnis daraus, dass dieses Anwachsen auch der „Institution Karin Dahse“ zu verdanken sei. Für sie ein Grund mehr, nach 30 Jahren für dieses Engagement Danke zu sagen. „Wir hoffen, dass sie uns noch ein paar Jahre erhalten bleibt.“
Das Aufgabengebiet, das Dahse als Pflegedienstleiterin von 55 Mitarbeitern abdeckt, ist sehr umfangreich und gestaltet sich in Corona-Zeiten nicht gerade einfach, sollen doch Kontakte vermieden werden.

Viele Erstkontakte entstehen über die Hausärzte. Diese rufen selbst bei der AWO an oder sagen ihren Patienten, „setzen sie sich mit Frau Dahse in Verbindung und lassen sich beraten“. Und so berät sie zu Möglichkeiten der Betreuung, die auch schon ohne eine Pflegestufe möglich ist. Karin Dahse berät und unterstützt auch bei der Beantragung von Pflegestufen. „Ich will den Patienten auch die Angst nehmen, diese Anträge zu stellen“. sagt sie.
Erst jüngst hat sie ein Rentnerehepaar unterstützt, die Probleme hatten in die obere Etage ihres Hauses zu kommen. Hier hat sie bei der Beantragung von Hilfsmitteln geholfen, sodass sich die Senioren nun einen Treppenlift einbauen lassen können.
Wer ihr zuhört, der verspürt, dass sie ihren Job lebt. Kein Wunder also, wenn für viele die AWO Karin Dahse ist.

 

René Hill

Erschienen im "Der Prignitzer" am 02.02.2021

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Veröffentlichung

Di, 02. Februar 2021

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